Der regionale Natur- und Umweltschutz zählt zu den wesentlichen Aufgaben von Fischereivereinen. Dabei fällt der Blick längst nicht nur auf das Leben, das sich im Wasser abspielt, sondern auch auf das in Uferzonen und angrenzenden Biotopen.

Jugendgruppe bei der Gewässerpflege

Hier sind vor allem invasive Arten wie das Indische Springkraut, der Riesenbärenklau, die Kanadische Goldrute und die Riesen-Goldrute oft ein Problem.

Diese eingewanderten Pflanzenarten, die in der Botanik als Neophyten bezeichnet werden, haben das Potenzial einheimische Pflanzen zu verdrängen. Der Riesenbärenklau, Giftpflanze des Jahres 2008, kann darüber hinaus bei Menschen und Säugetieren sehr schmerzhafte Hautreaktionen, wie Blasen und Quaddeln hervorrufen, wenn man die Pflanze berührt.

Die Fischerfreunde Haimhausen helfen mit, die übermäßige Ausbreitung der eingewanderten Pflanzenarten einzudämmen. Regelmäßig werden die Pflanzen am Heiglweiher, Oberndorfer Weiher, sowie an Teilen der Amper und des Schwebelbachs entfernt. Somit gibt man den einheimischen Pflanzen die Möglichkeit, wieder natürlich zu wachsen und sich zu vermehren. Die Jugendgruppe des Fischereivereins ist in die Bekämpfung der Neophyten mit eingebunden.

Jugendgruppe bei der Gewässerpflege

Jugendgruppe bei der Gewässerpflege

Dazu zählen auch größer angelegte Aktionen wie das regelmäßige Freischneiden der 2007 angelegten Umgehungsrinne am Schwebelbach, bei der Wasserkraftanlage Marienmühle, oder des 2011 angelegten Biotops am Mühlbach, in der Nähe des Volksfestplatzes Haimhausen. „Ohne unseren regelmäßigen Einsatz würde hier bald nur noch Springkraut und Bärenklau wachsen“, so Albert Linbrunner, 1. Vorsitzender der Fischerfreunde Haimhausen, der zusammen mit Gewässerwart Markus Linbrunner und Jugendwart Valetin Bauer, die Einsätze plant und koordiniert.

Text/Fotos: Boris Baumann