Auch die diesjährige Bilanz des Abfischens der Fischteichanlage kann sich durchaus sehen lassen. Neben über zwölf Zentnern dreisömmerigen und viersömmerigen Karpfen konnten zehn Zentner Giebel und ein halber Zentner Köderfische wie Rotaugen und Rotfedern abgefischt werden. Anders als 2020 konnte man bei den Karpfen jedoch keinen Zuwachs feststellen.

Juveniler Zander, Eigene Nachzucht aus der Fischteichanlage

Juveniler Zander, Eigene Nachzucht aus der Fischteichanlage

Kräftezehrend: Abfischen der Karpfen

Kräftezehrend: Abfischen der Karpfen

Zu kühl war der Sommer. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Vermehrung der wärmeliebenden Fischart waren nicht optimal. Dennoch gab es zwei positive Überraschungen.

Die Schleien hatten sich 2021 erfolgreich fortgepflanzt. Anders als Karpfen sind diese nicht so sehr von hohen Wassertemperaturen abhängig und pflanzen sich auch bei den niedrigeren Temperaturen fort. Es konnten im Oktober etwa dreihundert einsömmerige Schleien abgefischt werden.

Hinzu kamen etwa einhundert einsömmerige Zander und knapp fünfzig zweisömmerige Zander im Oktober. Bereits im Mai 2021 hatte man beim Abfischen einer der unteren Weiher zweihundertdreißig Zander in der Größe von neun bis dreizehn Zentimetern entdeckt. Vermutlich waren Sie als Brut und bedingt durch den vielen Regen von einem der oberen Weiher in die darunter gelegen Weiher gespült worden. In dem Weiher, in dem sie gefunden wurden, befanden sich keine adulten Zander. Die jungen Zander wurden zusammen mit den zwei Zuchtpärchen in einen der Weiher umgesetzt.

Alle anderen Fische wurden in die umliegenden Vereinsgewässer verbracht. Der Fokus liegt beim nächsten Abfischen ganz klar auf den jungen Zandern, die im Mai ins Netz gingen. Hier ist man schon gespannt, wie diese sich entwickeln werden. Betreut wird das Projekt „Zander“ von Günter Stanglmeier, 2. Vorsitzender des Vereins, der auch zugleich Initiator ist. Schon vor längerem hatte er einen der Weiher mit zwei Pärchen Zandern und ausreichend Friedfischen als Futter besetzt, um zu testen, ob sich die Fische überhaupt fortpflanzen. Langfristig will man mehr Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Vermehrung bekommen.

Text/Fotos: Boris Baumann